Kellberg-Schätzl / Thyrnau

Ort

Kellberg-Schätzl
Gemeinde Thyrnau
Kataster-Nr. PA_TY_07
Literaturhinweise

Der Erdstall,  Hefte 9/S.106; 10/S.59; 18/S.129; 35/S.28

Erforschung Loibl, Schneider, Stolper
Koordinaten 48.59373, 13.54876
Kategorie Erdstall wahrscheinlich
Haversath, Heft 14 S. 204
Fotos  
Grundriss:   
Lage des Erdstall (Basis BayernAtlas, Historische Karte)
Lage des Erdstall (Basis BayernAtlas, Historische Karte)
Erdstall im Denkmalatlas des BLfD (Basis BayernAtlas)
Erdstall im Denkmalatlas des BLfD (Basis BayernAtlas)

Der Erdstall Kellberg-Schätzl (alter Pfarrhof)

 

Der Erdstall Kellberg-Schätzl ist von Volkmar Schneider   in „Der Erdstall“ ausführlich beschrieben beschrieben[1].

Zum Hinweis von Stolper in seiner Beschreibung des Erdstalls Schiermeier[2]auf den Erdstall Schätzl, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite, südlich des Erdstallfragments Schiermeier liegt , die Anmerkung:

Ein direkter Zusammenhang zwischen den beiden unterirdischen Gängen ist nicht nachzuweisen. Es ist eher zu vermuten, aufgrund der Angaben zum Erdstall Schätzl, dass es sich um zwei separate Bauwerke handelt.

Das Erdstallfragment, dass sich unter dem Kellerboden befand wurde mit 16 cbm Beton verfüllt.

 

Geschichte

Kellberg ist in von Prof. Dr. Haversath eindeutig als hochmittelalterlich identifiziert.[3]

Unter Liquidationsplan Kellberg steht Kellberg 3B; 6U;5G“. Die Bezeichnung ist unter der Überschrift „8.3 Steuerliche Einstufung und Sozialstruktur im hochmittelalterlichen Siedlungsraum des Passauer Abteilandes“ genauer beschrieben:

 

3B    bäuerliches Anwesen mit Anzahl

6U   unter- und nebenbäuerliche Anwesen mit anzahl

5G   Anwesen mit zusätzlichem gewerblichen Einkommen mit Anzahl

 

 

Der Erdstall

Der Erdstall Schätzl ist ein Fragment. Die Beschreibung von Volkmar Schneider ist nicht eindeutig. Eine handschriftliche Ergänzung von Frau Christa Schätzl weist darauf hin, dass die Angabe der Richtung zur Kirche Kellberg nicht korrekt ist. Außerdem identifiziert sie am Zugang einen Bauhilfsschacht. Der komplette Hohlraum des Erdstalls ist mit flüssigem Beton verschlossen.

 

Der Erdstall PA_TY_03_Kellberg-Schätzl ist im Bayern-Atlas mit Denkmaldaten, Stand 11_22 unter D-2-7447-0029 als „Spätmittelalterlich-frühneuzeitlicher Erdstall“ erfasst.

Der Erdstall PA_TY_04_Kellberg-Schiermeier, in unmittelbarer Nähe, ist jedoch als „Spätmittelalterlicher Erdstall“ erfasst.

Ein wissenschaftliches Kuriosum!

 

Nikolaus Arndt

Im Dezember 2022



[1] Der Erdstall, 10/59, Volkmar Schneider, 1984

[2] Der Erdstall, 35/28 Manfred Stolper, 2009

[3] Passauer Schriften zur Geographie, Heft 14; Johann-Bernhard Haversath, S. 204; 1994

 

eigene Skizze
eigene Skizze
Skizze aus Der Erdstall Heft 10/S. 60 mit eigener Ergänzung
Skizze aus Der Erdstall Heft 10/S. 60 mit eigener Ergänzung

Literatur zum Erdstall Kellberg-Schätzl